Tech-Branche und Assets im Bereich der ESG-Kriterien sind Rising Stars – Sebastian Pusch Gründer (unitedWealth)

Sebastian Pusch ist Gründer der unitedWealth Finanzberatung. Im Interview spricht der Finanzexperte über Vermögensaufbaustrategien für Geringverdiener und seine persönlichen Investment-Favoriten.

Pusch Gründer
unitedWealth

Wie sieht die moderne Finanzberatung aus, wie sieht Ihr Alltagsgeschäft aus?

Sebastian Pusch: Wie jede andere Branche auch, ist die Finanzberatung einem ständigen Wandel ausgesetzt. Die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden entwickeln sich immer weiter und stellen den Berater vor immer neue Herausforderungen. Heutzutage, vor allem in Zeiten der Corona-Krise, beginnt die gesamte Branche sich zu digitalisieren und mit dem Fortschritt der Globalisierung mitzugehen. Der Kunde möchte auch in Zeiten von Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen informiert sein und seinen Berater sprechen können. Termine und Gespräche müssen zunehmend digital durchgeführt werden, ohne Transparenz und Vertrauen einzubüßen. Zusätzlich entstehen immer mehr Ansprüche der Kunden bezüglich einer individuellen Beratung von Finanzprodukten, die auf Ihn zugeschnitten sind und nicht einer großen Masse angeboten werden. Die ESG-Kriterien und generell das Thema Umweltverträglichkeit spielt dabei eine immer bedeutendere Rolle.

Im Zuge der Digitalisierung der Versicherungsbranche: Ist wirklich alles unbürokratischer geworden?

Sebastian Pusch: Es kann nicht von einer Entbürokratisierung gesprochen werden. Viel mehr transformiert sich die Bürokratie und erscheint dadurch weniger aufwendig. Generell sorgt die Digitalisierung dafür, dass diverse Aufgaben auch bürokratischer Art vereinfacht werden. Bestimmte Vorschriften bleiben bestehen und müssen weiterhin umgesetzt werden, sowie neue bürokratische Hürden, die gerade durch die Digitalisierung erst entstehen.

Welche Leistungen bietet Ihr Unternehmen den Investoren an?

Sebastian Pusch: Die unitedWealth Finanzberatung GbR möchte Kunden mit wenig Vermögen oder geringen Einkommen die Möglichkeit geben, am Finanzmarkt partizipieren zu können und dabei die Diversifikation nicht aufgeben zu müssen. Gerade mit wenig Anlagevermögen ist es schwierig weit zu streuen und das Kapital abzusichern, mit individuell angepassten Strategien ist dies allerdings auch für Geringverdiener möglich. Durch das Aufgreifen von speziellen Vorstellungen und das Verstehen der Denkweise der Kunden im Gespräch, soll ein individuelles Portfolio erstellt werden, welches die Persönlichkeit des Kunden wiederspiegelt.

Generell geht es um die Aufklärung über die Funktion und Sinnhaftigkeit des Finanzmarktes gegenüber der breiten Masse. Deswegen werden demnächst auch Seminare über einen Verein ohne Entgelt angeboten.

Erfolgen bei Ihnen die Beratungsgespräche persönlich oder auch digital?

Sebastian Pusch: Die Beratungsgespräche erfolgen sowohl persönlich als auch digital, wobei der Schwerpunkt vermehrt auf den digitalen Weg gesetzt wird. Als noch junges Start-Up haben wir das Ziel den Weg zu gehen, den sich die großen Anbieter und Banken noch nicht trauen. Vor allem die junge Generation kann durch gesteigerte Digitalisierung begeistert werden und soll dadurch auf angenehme Weise mit einer seriösen Finanzberatung vertraut gemacht werden. COVID-19 zeigt dabei, wie wichtig es sein kann solch einen digitalen Weg anbieten zu können, um nicht während des Lockdowns völlig hilflos auf die Kunden zu schauen und keine adäquate Beratung ermöglichen zu können.

Haben Sie derzeit Assetklassen, die Sie besonders favorisieren?

Sebastian Pusch: Persönlich gesehen, bevorzuge ich derzeit die Tech-Branche, sowie Assets im Bereich der ESG-Kriterien sowie generell nachhaltig, ökologische Fonds. Großes Potenzial sehe ich in einer Symbiose beider Assetklassen, da die Zukunft nach heutigen ermessen in den nächsten Jahren dort zu finden ist. Unternehmen, die es schaffen die Digitalisierung für sich und den Endkunden voranzutreiben und gleichzeitig die Umwelt im Auge haben werden die Rising Stars sein und den Markt outperformen.

Halten Sie es für sinnvoll, sich einem Haftungsdach, beispielsweise einem Maklerpool, anzuschließen? Warum?

Sebastian Pusch: Als Start-Up ist es für uns essenziell, Teil eines Maklerpools zu sein. Diverse Aufgaben werden durch den Maklerpool abgenommen und/oder vereinfacht. Dies hilft, uns auf das Kerngeschäft zu konzentrieren und den Kunden die Beratung zu ermöglichen die Sie fordern. Das nötige Know-How liegt dabei beim Maklerpool und erfordert nicht zusätzliche große Kostenstellen im eigenen Unternehmen.

Herr Pusch, vielen Dank für das Gespräch.

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