Digitalisierung hat den Beruf vor neue Herausforderungen gestellt – Vivien Hermel (Living in Berlin)

Vivien Hermel ist Inhaberin des Maklerbüros Living in Berlin e.K. Im Interview spricht die Immobilienexpertin über die Digitalisierung der Branche und die Herausforderungen des Maklerberufs. 

Wie stark hat sich der Immobilienmakler-Beruf in den letzten Jahren verändert?

Vivien Hermel
Living in Berlin

Vivien Hermel: Grundsätzlich ist es so, dass sowohl Eigentümer als auch Suchende höhere Ansprüche an uns Makler stellen. Vor Allem nach einer Immobilie suchende Kunde erwarten einen Rund-um-Service. Seit Suchende für die Vermietung nichts mehr bezahlen, sind sie hier überraschenderweise extrem fordernd geworden. Die Digitalisierung hat den Beruf zusätzlich vor neue Herausforderungen gestellt.

Investoren, inländische und ausländische, drängen nach wie vor auf den Markt. Macht sich das in Ihrem Alltag bemerkbar?

Vivien Hermel: Nein, eher weniger.

Stimmt es, dass Investoren sich scheuen, Maklerprovision zu zahlen?

Vivien Hermel: Nein, ganz im Gegenteil. Aufgrund der hohen Anzahl in Investoren und der geringen Verfügbarkeit passender Angebote, bieten die meisten Investoren an, die Maklerprovision ohne Verhandlungen in voller Höhe zu zahlen, wenn man ihnen etwas Passendes anbieten kann.

Wie lange sind Sie im Geschäft und welche Immobilientypen betreuen Sie?

Vivien Hermel: Ich habe 2005 die Ausbildung zur Kauffrau der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft gestartet und war 2008 mit dieser fertig. Dann habe ich drei Jahre bei verschiedenen Hausverwaltungen und Maklern gearbeitet und mich 2011 selbstständig gemacht.

Würden Sie heute nochmal Immobilienmakler werden oder etwas anderes?

Vivien Hermel: Ja, jederzeit! Es ist mein absoluter Traumjob.

Wird der Beruf des Maklers irgendwann aussterben, aufgrund der Digitalisierung?

Vivien Hermel: Nein, definitiv nicht. Er wird sicherlich weiter digitalisiert werden aber der Beruf an sich wird nicht aussterben. Es gibt genug Menschen, die unsere Dienstleistungen und Beratungen zu schätzen wissen und gewohnt wird schließlich immer.

Frau Hermel, vielen Dank für das Gespräch.

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