Max Pöppel: „Die Immobilienbranche wird immer digitaler“

Max Pöppel betreibt das Maklerbüro Immobilien- und Baumanagement Max & Bernd Pöppel. Im Interview spricht er über die Digitalisierung der Branche und die wichtigsten Trends im Immobiliensegment.

Max & Bernd Pöppel

Wie stark hat sich der Immobilienmakler-Beruf in den letzten Jahren verändert?

Max Pöppel: Die Veränderung ist durchaus zu spüren. Insbesondere auf Messen, Branchentreffs oder in Kollegengesprächen merkt man wie digital, wie egalitär und wie schnell alles rund um Immobilien geworden ist. Für uns selbst war das aber eher nur eine kleine Herausforderung, da ich persönlich sehr offen für Neues bin und schon sehr früh auf ein modernes Auftreten sowie möglichst viel Digitalisierung gesetzt habe.

Investoren, inländische und ausländische, drängen nach wie vor auf den Markt. Macht sich das in Ihrem Alltag bemerkbar?

Max Pöppel: Nein, eher nicht. Unser Kerngeschäft ist definitiv B2C, wie man so schön sagt. Bei uns als kleinem Familienunternehmen fühlen sich vor allem Privatleute bzw. Verbraucher unterschiedlicher Couleur wohl. Für Investoren bieten wir hingegen einfach nicht die richtigen Andockmöglichkeiten.

Wie lange sind Sie im Geschäft und welche Immobilientypen betreuen Sie?

Max Pöppel: Unser Büro hat mein Vater bereits 1991 gegründet, damals mit dem Schwerpunkt Baubetreuung. Über die Jahre kamen dann auch das Makeln sowie die Immobilienverwaltung dazu. Aufgrund unserer innenstädtischen Lage überwiegen im Maklerbereich natürlich die klassischen Eigentumswohnungen. Hin und wieder haben wir aber auch Grundstücke und Häuser im Angebot. Selbstnutzung und Kapitalanlage sind ungefähr im Verhältnis 50/50.

Würden Sie heute nochmal Immobilienmakler werden oder etwas anderes?

Max Pöppel: Absolut. Dieser Beruf ist so unglaublich abwechslungsreich und überraschend. Kein Tag ist wie der andere und dann kommen noch die vielen Freiheiten hinzu, die man als Selbständiger genießt.

Was sind die wichtigsten Trends?

Max Pöppel: Das ist natürlich die schon vielfältig angesprochene Digitalisierung und hier insbesondere SaaS, KI, Remote-Work, virtuelle Besichtigungen, Video-Calls und tatsächlich auch Nachhaltigkeit – man glaubt es kaum. Der mit dem „dicken Auto“ und im Nadelstreifenanzug vorfahrende Immobilienmakler inkl. dicken Aktenordner unterm Arm, das war einmal.

Wird der Beruf des Maklers irgendwann aussterben, aufgrund der Digitalisierung?

Max Pöppel: Der Beruf wird sich verändern, wie praktisch jeder andere auch, aber an ein allgemeines Aussterben der modernisierten „Maklerzunft“ glaube ich nicht. Immobilien haben, gerade im B2C-Bereich, sehr viel mit Emotionen, Verständnis und Vertrauen zu tun. Wer kann dies besser vermitteln oder verstehen als ein ehrlicher und kompetenter Mensch?

Herr Pöppel, vielen Dank für das Gespräch.

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