„Die Zukunft aktiv mitgestalten“

Wir sprechen mit Axel Kampmann, Geschäftsführer der SKAPA Invest und Gerhard Jarosch, Leiter der Kundenbetreuung über Impact Investments.

Impact Investment, ein neuer Name für einen länger anhaltenden Trend. Was steckt hinter diesem Begriff?

Axel Kampmann: Impact Investments verbinden ökonomische, ökologische und soziale Zielsetzungen. Anleger erhalten dadurch die Chance, mittelbar Einfluss auf die Gestaltung von Klima, Umwelt und Gesellschaft auszuüben – ohne dabei auf Rendite verzichten zu müssen.

Sie haben sich auf Impact Investments spezialisiert – warum?

Axel Kampmann: „SKAPA“ kommt aus dem Schwedischen und bedeutet schaffen, erschaffen, gestalten … und genau das ist unser Programm. Wir wollen die Zukunft aktiv mitgestalten und sind unermüdlich und zielstrebig auf der Suche nach Bausteinen für ein gesundes, nachhaltiges Leben und zukunftsorientierte Investitionen. Wir sorgen dafür, dass der Anteil nachhaltiger Kapitalanlagen am Gesamtmarkt stetig wächst. Solidität, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit sind unsere wichtigsten Kriterien.

Wer ist Ihr Kunde, der grüne Hippie mit Traumvorstellungen von der Welt oder gibt es kein typisches Profil?

Gerhard Jarosch: Unseren Kunden ist gemein, dass sie mit ihren Investitionen ihre Umwelt mitgestalten und zum Positiven verändern möchten. Unseren Erfahrungen nach ist dieser Wunsch mit einer Investition „Gutes zu tun“ völlig unabhängig von Alter, Geschlecht oder wirtschaftlichem Background.

Welche Renditen lassen sich mit Impact Investments erwirtschaften?

Gerhard Jarosch: Das hängt von der Art des Investments ab, auch im Bereich Impact Investing gibt es verschiedene Anlagemöglichkeiten. Die Royal Bank of Canada hat dazu verschiedene Studien verglichen mit dem Ergebnis, dass die Renditen bei Impact Investments nicht schlechter liegen als bei konventionellen Investments. Mit nachhaltigen ETFs lassen sich im Fünf-Jahreszeitraum betrachtet Renditen um die 8-9 Prozent erzielen. SKAPA Invest bietet Immobilienanleihen an, hier bewegen wir uns zwischen 5 und 6 Prozent Zinsen p.a.

Wo liegt der Unterschied zwischen dem Investieren nach ESG-Kriterien und Impact Investing?

Axel Kampmann: Impact Investing legt den Fokus auf die Produkte und Services, die durch die Investitionen finanziert werden. Die ESG-Kriterien bewerten, wie ein Unternehmen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung aufgestellt ist, völlig unabhängig vom Produkt. Beim Investing nach ESG-Kriterien kann ich als Anleger beispielsweise Unternehmen mit zweifelhaften Geschäftspraktiken ausschließen. Impact Investing geht noch einen Schritt weiter: Hier geht es darum, mit der Investition eine positive Wirkung zu erzielen, im Immobilienbereich z.B. die Investition in eine Pflege- oder Bildungseinrichtung.

Werden diese Art von Investments die Welt verbessern können? Kann man die Wirkung messen?

Axel Kampmann: Der Markt für Impact Investing in Deutschland ist inzwischen schon sehr differenziert. Beim Thema Wirkungsmessung besteht allerdings noch Nachholbedarf, was jüngst auch eine Marktstudie der Bundesinitiative Impact Investing bestätigt hat. Auch wenn sich die Wirkung noch nicht standardisiert messen lässt, bin ich überzeugt, dass Impact Investing zu positiven Veränderungen beiträgt. Je mehr Anleger in ökologische oder soziale Projekte investieren, desto mehr Initiativen entstehen, die die Lebensqualität jedes Einzelnen verbessern können.

Herr Kampmann, Herr Jarosch vielen Dank für das Gespräch

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