Trend geht verstärkt zu dezentem, edlem Erscheinungsbild – Jimmy Pelka (PP Performance)

Jimmy Pelka ist Geschäftsführer der PP-Performance GmbH. Im Interview spricht er über Trends der Tuning-Szene und die Auswirkungen der Pandemie auf die Branche.

Jimmy Pelka

Autotuning und -veredelung ist ein wachsender Trend. Was macht den Reiz aus, der von dieser Form der Auto-Individualisierung ausgeht?

Jimmy Pelka: Ich denke wir Menschen vergleichen und messen uns gerne mit anderen. Wer hat das tiefste Auto, wer fährt schneller oder welches Auto ist am lautesten… Der Reiz ist in den meisten Fällen, immer besser als die anderen zu sein. Auch wenn es oft nicht zugegeben wird. Aber es gibt natürlich auch die, die einfach für sich selbst das Auto nach eigenen Wünschen optimieren und sich nicht mit anderen vergleichen.

Welche Arten von Customizing sind am beliebtesten?

Jimmy Pelka: Meiner Meinung nach sind kleine Veränderungen an der Optik am beliebtesten. Felgen, Fahrwerk, Scheiben tönen, zählen zum Beispiel zu den ersten Maßnahmen, die ein Customizer grundsätzlich vornimmt. Egal ob nach dem Kauf oder während dem Konfigurieren eines Fahrzeuges. Unmittelbar danach folgt die Veränderung im Bereich Motoren-, Turbo-, Kompressor-, und Abgastechnik.

Was sind die beliebtesten Performance-Maßnahmen?

Jimmy Pelka: Ganz klar: Softwareoptimierung und Abgassystem. Sehr beliebt ist ein sportlicher Sound und die sogenannten „Fehlzündungen“ die dem Auto einen hochwertigeren Touch verleihen. Die Softwareoptimierung bringt in kürzester Zeit einen spürbaren Mehrzuwachs an Leistung und ist meiner Meinung nach einer der beliebtesten Performance-Maßnahmen, die vorgenommen werden.

Welche sind die wichtigsten Trends in der Szene?

Jimmy Pelka: Der Trend geht verstärkt auf ein dezentes, edles Erscheinungsbild des Fahrzeugs, dennoch mit viel Leistung. Zu Zeiten von „The Fast and the Furious“ oder „Need for Speed Underground“ galten noch andere Trends: Tribals und Flammen an den Seiten, Unterbodenbeleuchtung und jede Menge Markennamen auf der Karosse waren zu sehen.

Wie viel Geld steckt ein Liebhaber durchschnittlich in die Individualisierung seines Autos?

Jimmy Pelka: Ich schätze Liebhaber bewegen sich im mittleren 4-stelligen Bereich. Da in den meisten Fällen das Tunen eines Autos ein Langzeitprojekt ist und man gefühlt nie ein Ende hat, kommen immer wieder neue Sachen dazu und es kann auch vorkommen, dass man mehr als 5.000 Euro in die Individualisierung steckt.

Messen und Veranstaltungen sind ein wichtiger Bestandteil der Tuning-Szene. Wie hat sich die Corona-Pandemie ausgewirkt?

Jimmy Pelka: Natürlich gab es jetzt keine größeren Veranstaltungen, wo sich die Tuner treffen konnten, um präsent zu sein oder sich mit der Community zu vernetzen. Dennoch lief es für Unternehmer und Tuner während der Pandemie erstaunlich gut. Auto-Enthusiasten hatten mehr Zeit und investierten das Urlaubsgeld beziehungsweise Ersparnisse in das Auto.

Herr Pelka, vielen Dank für das Gespräch.

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