Aktien sind eine sehr gute Möglichkeit, um Vermögen aufzubauen – Jürgen Abstreiter

Wir sprechen mit Jürgen Abstreiter, Geschäftsführer der gleichnamigen Wirtschaftsberatung, über das Thema private Altersvorsorge.

Die gesetzliche Rente ist nicht sicher, um im Alter sorgenfrei zu leben. Gut für denjenigen, der etwas angespart hat. Wie viel sollte es Ihrer Meinung nach bis 65+ sein?

Jürgen Abstreiter: Eine pauschale Antwort hierzu können wir nicht geben, da es u.E. sehr individuell ist. Es ist abhängig von Einkommen, Familienstand, ist Wohneigentum vorhanden, etc.. Viel mehr sollten alle Erwerbstätigen mehr Eigenverantwortung tragen und sich mit diesem Thema beschäftigen. Sofern sich aber Möglichkeiten einer betrieblichen Altersvorsorge auftun, so sollten diese auch ausgeschöpft werden.

Was ist Ihre Meinung zu Aktien?

Jürgen Abstreiter: Für ein langfristiges Engagement sind Aktien eine sehr gute Möglichkeit um Vermögen aufzubauen. Aber dies mag nicht für jedermann sinnvoll sein, sondern nur für diejenigen, die sich auch mit diesem Thema etwas beschäftigen.

Welche Anlageklasse würden Sie Menschen empfehlen, die ins Berufsleben einsteigen?

Jürgen Abstreiter: Die Anlageklassen richten sich sehr nach dem Anleger und wie sehr er über die Märkte informiert ist. Für jemanden der sich mit der Materie nicht auseinandersetzen möchte empfehlen wir breit aufgestellte ETFs.

An welchen Werten messen Sie sich und Ihr Unternehmen?

Jürgen Abstreiter: Beständigkeit und Treue, sich selbst treu zu bleiben ist meiner Meinung nach eines der wichtigsten. Mein Unternehmen gibt es seit rd. 30 Jahren und wir betreuen Kunden bereits schon seit 25 Jahren.

Glauben Sie, dass sich Insolvenzen in Ihrer Branche coronabedingt häufen werden?

Jürgen Abstreiter: Ja, das werden auch wir zu spüren bekommen. Bereits heute ist es erkennbar, dass Entscheidungen länger brauchen, da viele Firmen aktuell das Kapital lieber selbst in den Büchern halten, bevor Sie es an einen Versorgungsträger weiterleiten. Das Sicherheitsbedürfnis ist aktuell stärker ausgeprägt.

Wie haben Sie die Pandemie erlebt?

Jürgen Abstreiter: Die Pandemie hatte für uns erst mal keine großen Auswirkungen, nachdem wir überwiegend im Homeoffice arbeiten. Daher hat sich für uns nicht sehr viel geändert.

Dass viele Gespräche von persönlichen Terminen auf diverse Telefon- oder Videokonferenzen umgestellt wurden, haben wir dankbar angenommen. Denn in der heutigen Zeit sollten die digitalen Medien mehr genutzt werden. So würden viele von uns weniger Zeit mit Reisen verbringen und wir könnten die Zeit produktiver nutzen und dabei auch noch etwas für die Umwelt tun. Allein meine Reiseleistung betrug im Jahr zuvor ca. 50.000 Kilometer und ca. 80 Inlandsflüge.

Herr Abstreiter, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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