Der schnelle Fisch isst den Großen – Daniel Kohl (Synaworks)

Daniel Kohl ist Geschäftsführer der Synaworks GmbH. Im Interview spricht er über die Digitalisierung von Geschäftsprozessen mittels SAP-Lösungen.

In der letzten Krise hat sich gezeigt, dass Unternehmen und öffentliche Einrichtungen wie Schulen nicht hinreichend digitalisiert sind. Was sind Ihre Erfahrungen bezüglich der Digitalisierung der Wirtschaft?

Daniel Kohl: Gerade die Banken- und Versicherungsbranchen sind hinsichtlich der Möglichkeit remote auf die eigenen Systeme und Infrastrukturen zuzugreifen schlecht aufgestellt. Arbeiten im Homeoffice oder mobiles Arbeiten war und ist immer noch in vielen Branchen nicht gewünscht und wird daher auch nicht unterstützt. Auch Durchführungen von Workshops oder Beratungstätigkeiten waren, insbesondere vor der Covid19-Krise, in Form einer virtuellen Durchführung nicht gewünscht oder zu realisieren

Die Krise hat jedoch Unternehmen mehr oder weniger dazu gezwungen umzudenken, in eine technische Infrastruktur und in Projekte, für die davor kein Budget da war oder die vom Betriebsrat nicht genehmigt wurden, zu investieren. Seit der Krise besteht die Notwendigkeit primär für interne Kollegen ein mobiles Arbeiten remote durch Tools, wie beispielsweise Microsoft Teams, VPN Zugriffe auf SAP Systeme, etc. zu ermöglichen. Man könnte sagen Unternehmen unterliegen einer Zwangsdigitalisierung – was als „Chance“ in der Krise gesehen werden kann.

Was macht Ihr Unternehmen, um anderen Firmen bei der Digitalisierung zu helfen?

Daniel Kohl: Beratung, Konzeption, Support, Betrieb und Implementierung im Bereich SAP Software. Mit dem Fokus auf die Transformation von SAP ERP-Systemen durch die Einführung eines ganzheitlichen Application Lifecycle Managements (ALM) auf Basis des Solution Managers 7.2. Des Weiteren liegt ein Leistungsschwerpunkt der Synaworks GmbH darauf, dass wir durch Trainings Unternehmen helfen Kompetenzen im Unternehmen zu entwickeln und aufzubauen, die relevant für die Digitalisierung und den Umgang mit den einhergehenden Veränderungen sind.

Was ist Ihre Spezialisierung?

Daniel Kohl: SAP Anwender Unternehmen mit dem Fokus auf die Transformation ihres SAP ERP-Systems. Dabei ist unsere Zielgruppe IT-Organisationen, die wir unterstützen vom Dienstleister zu einem adäquaten Geschäftspartner des Managements bzw. der Businessebene zu werden.

Für Firmen welcher Größenordnung macht es Sinn, sich der Optimierung digitaler Prozesse zu widmen, auch insbesondere hinsichtlich der Kosten?

Daniel Kohl: Für jede Größe und für alle Geschäftsbereiche macht es Sinn, jedoch natürlich in unterschiedlicher Ausprägung und Geschwindigkeit, also individuell. Jedoch ist für SAP-Anwender Unternehmen im Mittelstand die Optimierung digitaler Prozesse besonders interessant, damit sie nicht den Anschluss zum technischen Fortschritt und der Entwicklung durch den Einsatz technischer Innovationen verlieren. Früher sagte man: „Der große Fisch isst die kleinen“, heute sagt man: „der schnelle Fisch isst den Großen“.

Was sind die wichtigsten aktuellen Trends?

Daniel Kohl: Data Analytics, KI, RPA und die Automatisierung von Geschäftsprozessen; Grundlage hierfür ist die SAP S/4HANA Generation.

Wie sieht die Zukunft Ihrer Branche aus?

Daniel Kohl: Die Dienstleistungsbranche der IT-Dienstleistung wird in Zukunft, wie die meisten Branchen, verstärkt durch Standardisierung geprägt sein. Der Remote-Gedanke im Beratungsgeschäft soll beibehalten werden, da die Infrastruktur vielseitig geschaffen, die Akzeptanz erreicht und die Effizienz gesteigert werden konnte. Eine Weiterentwicklung der Beratungsbranche. Herausforderung ist jedoch, die Balance zwischen den technischen Möglichkeiten immer unter Berücksichtigung von sozialen Aspekten zu halten. Wir sprechen daher bei der Entwicklung der Beratung von Herausforderung und Chance zu gleich.

Herr Kohl, vielen Dank für das Gespräch.

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