Florian Gottschaller: Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung positiv beeinflussen

Florian Gottschaller ist Geschäftsführer der SPENDIT AG. Im Interview spricht er über Erfolge der Fintech-Branche und positive Impulse der Szene.

Die Fintech-Szene ist angetreten, um den etablierten Wettbewerbern in der Finanz- und Versicherungsbranche den Rang abzulaufen. In welchen Bereichen konnten Fintechs signifikante Marktanteile gewinnen?

Florian Gottschaller

Florian Gottschaller: Am sichtbarsten ist es für mich bei den B2C-Banking-Themen, an denen Firmen wie N26 arbeiten. Zu sehen, welche tollen Produkte und Funktionen – wie z.B. Kreditkarten mit App – möglich sind, ist eine wichtige Vorarbeit für etwas komplexere Themen und hat auch die Incumbents dazu gebracht, die Wichtigkeit von Innovationen zu realisieren.

Was ist Ihr Kerngeschäft, welche die wichtigsten Alleinstellungsmerkmale Ihres Unternehmens?

Florian Gottschaller: Mit unseren beiden Produkten Lunchit App und SpenditCard können Arbeitgeber Ihren Mitarbeiter steuerfrei Geld zukommen lassen: bis zu 6,50€ täglich für’s Mittagessen und bis zu 708€ im Jahr über eine prepaid Kreditkarte für private Einkäufe. Unser USP ist Digitalisierung, das heißt konkret maximale Flexibilität für Mitarbeiter und minimaler Verwaltungsaufwand für Unternehmen.

Welchen Mehrwert bieten Sie Kunden im Vergleich zu ihren etablierten Wettbewerbern?

Florian Gottschaller: Als junges Unternehmen sind wir flexibel um immer weiter auf verändernde Kundenwünschen zu reagieren und mit Technologie kontinuierlich die besten Produkte am Markt weiterzuentwickeln. Gerade in Deutschland hat sich unter dem Einfluss von Corona in den letzten Monaten viel bewegt. Wir können beispielsweise Arbeitgebern mit Lunchit helfen, Mitarbeitern im Homeoffice eine tolle Alternative zur Kantine zu bieten. Auch deshalb haben wir bereits über 5.500 Firmenkunden, darunter sehr bekannte Namen wie wework, unu, Fressnapf, Nestlé und Rewe digital.

Es gibt zwei Ansätze in der Fintech-Szene: Übernahme des Marktes oder Kooperation mit etablierten Unternehmen. Welchen Ansatz halten Sie für zielführender, wie agiert ihr Unternehmen?

Florian Gottschaller: Ich glaube für uns ist es ein dritter Weg: wir erweitern den bestehenden Markt. Arbeitgeber, denen bisherige Produkte wie Essensmarken und Tankgutscheine zu unattraktiv und unflexibel waren, gehen mit uns direkt auf eine digitale Lösung.

Wie schnell reagieren Ihre Wettbewerber auf neue Trends, wie hoch ist der Innovationdruck?

Florian Gottschaller: Wir konnten uns überhaupt erst im Markt etablieren, weil die etablierten Konzerne an den Produkten festgehalten haben, die sie über 50 Jahre erfolgreich gemacht haben. Es gab einen großen, internationalen Markt, aber keine Innovationen – das war unsere Chance. Wir haben mit Lunchit die weltweit erste komplett digitale „Essensmarke“ erfunden. Mittlerweile werden wir von über fünf Wettbewerbern kopiert – für uns natürlich auch ein schönes Kompliment und Ansporn, den digitalen Markt mit Innovationen weiter anzuführen.

Welche Innovationen dürfen wir von Ihnen in nächster Zeit erwarten?

Florian Gottschaller: Unser Claim ist „Happiness as a concept“. Wir haben die schöne Situation, die Produkte entwickeln zu können, welche die Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung am positivsten beeinflussen. Ein neues Thema ist uns hier in den letzten Monaten besonders aufgefallen und wir planen, dazu im nächsten Jahr eine tolle Innovation präsentieren zu können – seien Sie gespannt!

Herr Gottschaller, vielen Dank für das Gespräch.

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