Dr. Jürg Martin: Gute Gründer können auch schlechte Ideen zum Erfolg bringen

Wir sprechen mit Dr. Jürg Martin von der Schweizer MSM Group AG über Business Angels und Venture Investments.

Dr. Jürg Martin

Warum investiert Ihr Unternehmen vorranging in Start-Ups?

Dr. Jürg Martin: Das tut es nicht. Wir investieren gelegentlich in Start-Ups, vornehmlich in solche aus unserem Kundenkreis.

Ist die Bezeichnung Business-Angel für ihr Unternehmen korrekt? Und wie lange sind sie bereits dabei?

Dr. Jürg Martin: „Business-Angel“ wird i.d.R. für natürliche Personen verwendet, nicht für Unternehmen. Ich selber bin in kleinem Ausmaß einer seit etwa 30 Jahren, die MSM Group AG ist ein Dienstleistungsunternehmen mit teils Start-Up – relevantem Angebot, und die MSM Investorenvereinigung ist unsere Initiative zur Motivierung weiterer geeigneter Personen, Business-Angel zu werden.

Wie gehen Sie bei der Beurteilung eines Geschäftsmodells vor? Woran messen Sie, ob die Idee gut oder weniger aussichtsreich ist?

Dr. Jürg Martin: Situativ, i.d.R. durch Involvierung von Personen aus unserem Umfeld mit einschlägiger Erfahrung im betroffenen Markt.

Was ist wichtiger: die Idee oder der Gründer?

Dr. Jürg Martin: Der Gründer. Plakativ gesagt, können gute Gründer auch schlechte Ideen zum Erfolg bringen und schlechte Gründer auch gute Ideen nicht.

Was muss ein Gründer mitbringen, um für Sie interessant zu sein?

Dr. Jürg Martin: Er muss unsere Kompetenzen nutzen wollen.

Gehen Sie aktiv auf Firmen zu oder kommen kapitalsuchende Unternehmer zu Ihnen?

Dr. Jürg Martin: Grösstenteils kommen sie zu uns.

Was passiert nachdem Sie Kapital investiert haben, welche Rolle spielen Sie dann?

Dr. Jürg Martin: Das ist auch vollkommen situativ, kann von der kleinen passiven Beteiligung bis zur vollständigen Übernahme reichen.

Herr Dr. Martin, vielen Dank für das Gespräch.

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