Jelka Winiarski: Gleichberechtigung im Unternehmen

Jelka Winiarski, Center of Excellence Accor Talents Northern Europe, spricht im Interview mit uns über Gastfreundlichkeit sowie Frauenanteil im Unternehmen.

Gendergerechte Sprache soll Diskriminierung verhindern, plant Ihr Unternehmen ähnliche Maßnahmen und welche Diskriminierungsprävention nutzen Sie?

Jelka Winiarski

Jelka Winiarski: Als Hospitality-Unternehmen sind Gastfreundschaft und Diversität Teil unseres Grundverständnisses. Dazu gehört, dass Gäste wie auch Mitarbeiter in ihrer Vielfalt willkommen sind und unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder ähnlichem behandelt werden. Um das zu gewährleisten und für das Thema Gleichberechtigung zu sensibilisieren, haben wir verschiedene Maßnahmen und Instanzen im Unternehmen eingeführt, von einer Ethik & CSR Charta, über eine/n Diskriminierungsbeauftragte/n bis hin zur Verwendung von gendergerechter Sprache.

Haben Sie bereits gendergerechte Sprache intern bzw. in der Kommunikation mit Kunden eingeführt?

Jelka Winiarski: Ja, wir verwenden gendergerechte Sprache in unserer Kommunikation.

Glauben Sie, dass gendergerechte Sprache bei Kunden besser ankommt und damit dem Absatz steigern kann?

Jelka Winiarski: Die Motivation hinter solchen Maßnahmen sollte niemals absatzgetrieben sein, sondern der Überzeugung und den Werten eines Unternehmens entsprechen. Es gibt sicherlich viele Gäste und Partner, die die Verwendung von gendergerechter Sprache positiv sehen, aber auch viele, für die das Thema kontrovers ist. Ausschlaggebend ist, dass wir als Unternehmen an die Richtigkeit und Wichtigkeit von gendergerechter Sprache glauben.

Wie hoch ist der Frauenanteil in Ihrem Unternehmen? Und verdienen Frauen bei Ihnen so viel, wie die Männer im gleichen Beruf?

Jelka Winiarski: Wir sind stolz, einen hohen Frauenanteil im Unternehmen zu haben, auch in unseren Führungspositionen. So waren 2020 beispielsweise über das gesamte Accor-Netzwerk gesehen 42% der Abteilungsleitungen durch Frauen besetzt. Je nach Position und Land sind unsere Gehälter durch geltende Tarifverträge geregelt, was eine geschlechterabhängige Benachteiligung ausschließt. Dort, wo kein Tarifvertrag greift, ist rein das Skill-Set ausschlaggebend für die Höhe des Gehalts.

Frau Winiarski, vielen Dank für das Gespräch!

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