Nils Roschin: Wir ermöglichen größtmögliche Sicherheit und Flexibilität

Nils Roschin ist Pressesprecher der LEG-Immobilien-Gruppe. Im Interview beantwortet er Fragen zur angedeuteten Testpflicht für Mitarbeiter sowie den Umgang mit der aktuellen Situation.

Die Politik hat angedeutet im Rahmen des Infektionsschutzgesetztes, Betriebe zum Testen von Mitarbeitern zu verpflichten. Es besteht großer Streit über das Thema in der Koalition. Für wie sinnvoll halten Sie die Maßnahme?    

Nils Roschin: Das Bundeskabinett hat ja bereits in der vergangenen Woche beschlossen, dass ab heute alle Unternehmen ihren Beschäftigten Corona-Tests anbieten müssen, insofern erübrigt sich die Frage. Bei der LEG bieten wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nicht vollständig im home office arbeiten können, bereits seit Februar eine Kostenerstattung für freiwillige Tests an.

Wie gehen Sie und Ihre Mitarbeiter mit der aktuellen Situation um?

Nils Roschin: Unser Unternehmen hat sich sehr früh der Pandemie gestellt und bei allen Tätigkeiten, die dies erlauben, auf digitale Arbeitsmöglichkeiten umgestellt. Hierzu haben wir im März 2020 ein Zehn-Punkte-Papier verabschiedet, das dem Schutz unserer Mieter und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dient. Des Weiteren wurde ein Krisenstab zur Bewältigung der Corona-Krise gegründet, eine sog. Hygienetafel im LEG-Intranet mit wichtigen Tipps und Hinweisen veröffentlicht und ein unternehmensinterner Newsletter zum Thema geschaffen. In verschiedenen Stufen haben wir, wie bereits erwähnt, den gesamten Geschäftsbetrieb des Unternehmens, mit Ausnahme bestimmter Notfallfunktionen, auf die Arbeit im Home-Office umgestellt. So halten wir den Geschäftsbetrieb in der Krise aufrecht und können unseren Kunden trotzdem einen ordentlichen Servicestandard anbieten. Das tun wir aktuell vorwiegend online und telefonisch. Dort, wo sich physische Kontakte nicht vollständig vermeiden lassen, gelten strenge Schutzmaßnahmen. So ermöglichen wir größtmögliche Sicherheit und Flexibilität für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Familien.

Hat Ihr Unternehmen bereits Tests, denn die Verfügbarkeit soll teils schwierig sein?

Nils Roschin: Bei der LEG bieten wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nicht vollständig im home office arbeiten können, bereits seit Februar eine Kostenerstattung für freiwillige Tests an.  Wir arbeiten hierbei unter anderem mit dem BAD zusammen; alternativ können die Kolleginnen und Kollegen aber auch zu jeder anderen Teststation gehen. Wir haben bisher keine Hinweise darauf, dass Tests mangels Verfügbarkeit nicht durchgeführt werden konnten.

In Deutschland haben sich bislang über 3 Millionen Menschen mit Corona infiziert. Gab es Coronafälle in Ihrem Unternehmen und wie wurden sie behandelt?

Nils Roschin: Unser Unternehmen hat 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es gab darunter auch schon an Corona erkrankte Mitarbeiter bzw. Kontakte zu Erkrankten. Durch die flexibel geregelten Arbeitsmodelle und die Schutzmaßnahmen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Coronaerkrankungen keine Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb. Unsere Personalabteilung steht für solche Fälle unterstützend zur Seite und würde im Falle von Coronaerkrakungen in der Mitarbeiterschaft die betroffenen und deren Arbeitsumfeld begleiten.

Welche Impulse von der Politik würden Sie sich für Ihre Branche wünschen?

Nils Roschin: Für unsere Branche können wir sagen, dass – genau wie wir selbst – die Politik insbesondere Mieter gut in der Krise unterstützt hat. Natürlich stellen auch wir vermehrt fest, dass das persönliche Miteinander den Kolleginnen und Kollegen fehlt.

Herr Roschin, vielen Dank für das Gespräch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.