Impact Investing versucht soziale und ökologische Probleme zu lösen – Peter Lüders-Bahlmann

Peter Lüders-Bahlmann ist mit der Ökologische Finanzberatung Nord Peter Lüders-Bahlmann e.K auf die Vermittlung nachhaltiger Investments spezialisiert. Im Interview spricht der Spezialist für Impact Investments über die überdurchschnittlichen Renditen, die sich mit nachhaltigen Investitionen erzielen lassen.

Peter Lüders-Bahlmann von der Ökologische Finanzberatung Nord

Impact Investment, ein neuer Name für einen länger anhaltendem Trend. Was steckt hinter diesem Begriff?

Peter Lüders-Bahlmann: Aus meiner Sicht muss man von der originalen Übersetzung (Wirkungsorientiertes Investieren) ein bisschen weitergehen. Es geht dabei m.E. um eine Verknüpfung von Renditechancen mit Wirkung auf Umwelt und Gesellschaft.

Sie haben sich auf Impact Investments spezialisiert – warum?

Peter Lüders-Bahlmann: Die Entscheidung ist bereits vor der Entstehung von Fridays for Future gefallen, eigentlich bereits vor 40 Jahren, als dies noch kein Thema war. Als ich mich dann 2013 als Finanzberater selbständig gemacht habe, kam das Thema wie von selbst auf die Agenda, jetzt wollte ich es auch umsetzen.

Wer ist Ihr Kunde, der grüne Hippie mit Traumvorstellungen von der Welt oder gibt es kein typisches Profil?

Peter Lüders-Bahlmann: Ich bin immer noch auf der Suche nach den grünen Hippies, die sind mittlerweile aber auch Ende 50 und haben es geschafft. Meine Kunden sind die Menschen, die mit ihrem Geld etwas Gutes tun wollen, aber auch eine gewisse Renditeerwartung haben.

Im Prinzip jeder Privatkunde, der einen fünfstelligen Betrag auf seinem Spar- oder Tagesgeldkonto hat und das Geld kurzfristig nicht benötigt.

Welche Renditen lassen sich mit Impact Investments erwirtschaften?

Peter Lüders-Bahlmann: Sie liegen definitiv über den Renditen herkömmlicher Investments, vergleichen Sie einfach die Börsenindizes MSCI World, DAX und GCX.

Wo liegt der Unterschied zwischen dem Investieren nach ESG-Kriterien und Impact Investing?

Peter Lüders-Bahlmann: ESG-Kriterien steht ja für Environment, Social und Governance. Neben Umwelt und sozialen Themen geht es also auch um eine gute Unternehmensführung.

Impact Investing geht noch weiter, indem es in Unternehmen investiert, die aktiv versuchen, soziale und ökologische Probleme zu lösen.

Werden diese Art von Investments die Welt verbessern können? Kann man die Wirkung messen?

Ich denke schon, heute wird jeder zehnte Euro nachhaltig investiert, 2025 soll es bereits jeder vierte Euro sein (aktuelle Umfrage der Marktforschungsfirma Puls im Auftrag der Privatbank Quirin).

Herr Lüders-Bahlmann, vielen Dank für das Gespräch.

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