Welche Versicherungen braucht man?

Dieter Boss ist Inhaber von BOSS-ASSEKURANZ Versicherungsmakler e.K. Im Interview spricht er über die wichtigsten Versicherungen und deren Konditionen.

Dieter Boss

Welche Versicherungsarten halten Sie aus Sicht eines Angestellten für unbedingt nötig?

Dieter Boss: Kranken-, Private Pflegezusatz-, Privat-Haftpflicht-, in Leitungsfunktionen die D&O-, Berufsunfähigkeits-, Basisrenten-, bei Auslandsaufenthalten die Auslandsreise- und zusehends die Cyberversicherung.

Und für Selbstständige?

Dieter Boss: Kranken-, Private Pflegezusatz-, Privat-Haftpflicht-, Berufs-/Betriebs-Haftpflicht- und – je nach Branche – die Vermögensschaden-Haftpflicht- sowie die Berufsunfähigkeits-, Basisrenten-, bei Auslandsaufenthalten die Auslandsreise- und zusehends die Cyberversicherung

Wie groß können die Unterschiede zwischen den Anbietern sein?

Dieter Boss: Die Beitrags- und Leistungsunterschiede können sehr groß sein. Spezialmakler – wie die Boss-Assekuranz z.B. bei Sprachmittlern – entwickeln Sonderkonzepte, die allen „normalen“ Produkten am Markt deutlich überlegen sind

Was raten Sie Unternehmern auf der Suche nach dem richtigen Versicherungspartner?

Dieter Boss: Sie sollen sich an einen Versicherungsmakler wenden, im Idealfall an einen auf seine Branche fokussierten Spezialmakler

Kapitallebensversicherung, private Rentenversicherung oder fondsgebundene Lösung als Zusatzvorsorge – was empfehlen Sie?

1. Basisrente (fondsgebunden mit Beitragsgarantie),

2. Private Rentenversicherung (fondsgebunden mit Beitragsgarantie),

3. Risikolebensversicherung (wenn Ehepartner/in und/oder Kinder abzusichern sind).

Welche Auswirkungen hat die jüngste Krise auf die Versicherungsbranche?

Dieter Boss: Sehr unterschiedliche. Wenn sie sich z.B. als Makler auf Hotel-, Gastronomie- oder Veranstaltungsbetriebe spezialisiert haben sind die Auswirkungen sehr groß. Bei den Sprachmittlern waren Dolmetscher anfangs ähnlich stark betroffen, Gebärdensprachendolmetscher kaum. Eine große Rolle spielt auch die Digitalisierungsstufe des einzelnen Beraters. Ist er immer noch analog unterwegs, also der persönliche Kontakt zum Kunden ist der Normalzustand, trifft es ihn hart. Wir sind kaum betroffen, weil unsere persönlichen Kundenkontakte weniger als ein Prozent der Fälle ausmachen.

Wie schätzen Sie die Zukunftsaussichten der Branche ein, auch in Bezug auf Insurtechs?

Dieter Boss: Wenn sich die Makler digitalisieren, werden sie überleben. Leider haben dies nach unserer Kenntnis erst circa zehn Prozent begriffen. Die Insurtechs mit den spendabelsten Risikokapitalgebern werden die nächste Zeit überleben. Die Unternehmen mit der richtigen Strategie werden auch noch in fünf Jahren am Markt tätig sein.

Herr Boss, vielen Dank für das Gespräch.

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