Christian Stiglmayr: „Recht auf Bildung und lebenslangem Lernen“

Christian Stiglmayr ist Leiter der Arbeitsgemeinschaft für wissenschaftliche Psychotherapie in Berlin. Mit ihm sprechen wir im Interview über Bildung im Wandel, Veränderung der Bevölkerungsstruktur bei Lerninhalten sowie das Recht auf Bildung.

Bildung im Wandel: Die Anforderungen an Bildungseinrichtungen und Lehrer/innen haben sich im digitalen Zeitalter verändert. Wie haben Sie das in den letzten Jahren wahrgenommen?

Christian Stiglmayr: Der Wandel wurde erst durch die Corona-bedingten Restriktionen notwendig und spürbar. Wir haben in diesem Rahmen auf Webinare oder Hybridveranstaltungen umgestellt, die 1zu1 zu den bisherigen Präsenzveranstaltungen angeboten und auch sehr gut angenommen werden.

Die Veränderung in der Bevölkerungsstruktur mit Flüchtlingen und mehr Migranten führt zu veränderten Lerninhalten. Wie reagiert Ihre Einrichtung darauf?

Christian Stiglmayr: Wir haben einen entsprechenden Workshop (Kulturübergreifende Psychotherapie) mit in unser Programm aufgenommen.

In der Bildungsbranche gibt es auch ein sogenanntes Qualitätsmanagement. Welchen Anforderungen muss der Qualitätsbeauftragte eines Bildungsinstituts in der Praxis gerecht werden?

Christian Stiglmayr: Es gibt hierzu klare Richtlinien, die es zu erfüllen gilt. Hierzu gibt es in unserem Betrieb einen Qualitätsbeauftragten.

Man sagt, dass Lehrer/innen und Ausbilder/innen dem Stress in den Bildungseinrichtungen mit den Schülern kaum noch gewachsen sind. Haben Sie ähnliche Erfahrungen oder kennen Sie Beispiele dafür?

Christian Stiglmayr: Es sind nur wenige Dozenten, die sich dem neuen digitalen Format verschließen. Die meisten kommen auch mit den durchaus bestehenden Herausforderungen von Hybridseminaren gut zurecht. Die größte Herausforderung hierbei ist die Bereitstellung einer funktionalen Technik.

Der „nationale Bildungsbericht für Deutschland“ benennt alle 2 Jahre Leistungen und Herausforderungen im deutschen Bildungssystem. Können Sie über Zweck und Nutzen kurz etwas sagen?

Christian Stiglmayr: Nein.

Man spricht gerne vom „Recht auf Bildung“ und „Lebenslangem Lernen“. Wird Deutschland diesem Anspruch Ihrer Meinung nach voll gerecht?

Christian Stiglmayr: Im schulischen System nur bedingt, da die digitale Umstellung nur sehr langsam und zögerlich vonstatten geht.

Herr Stiglmayr, vielen Dank für das Gespräch!

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