Handwerk bleibt Handwerk, doch der digitale Rand wächst

Oliver Meister von Meister Handwerk Hamburg beschreibt, wie digitale Prozesse den Arbeitsalltag im Handwerk erweitern, ohne den Kern der praktischen Arbeit zu verändern.

Die Digitalisierung verändert viele Branchen. Wie erleben Sie diese Entwicklung im Handwerk?
Die Rolle des Handwerkers hat sich durch die Digitalisierung spürbar verändert. Neben der eigentlichen handwerklichen Arbeit wird heute deutlich mehr erwartet, vor allem im Bereich Online-Kompetenz und digitaler Organisation. Man muss sich stärker mit digitalen Abläufen auseinandersetzen, auch wenn die Arbeit auf der Baustelle oder beim Kunden weiterhin klassische Handarbeit bleibt.

In welchen Bereichen zeigt sich dieser Wandel besonders deutlich?
Besonders stark verändert hat sich der Bereich Buchhaltung und Verwaltung. Viele Prozesse sind zwar einfacher und schneller geworden, gleichzeitig sind sie aber manchmal auch aufwendiger oder „nerviger“, weil mehr digital dokumentiert und erfasst werden muss.

Welche Fähigkeiten sind heute zusätzlich gefragt?
Gefragt sind heute vor allem neue Fähigkeiten: der sichere Umgang mit digitalen Geräten und Online-Anwendungen, ein Verständnis für digitale Abläufe im Betrieb (z. B. Dokumentation, Abrechnung, Verwaltung), grundlegende Kenntnisse in digitaler Organisation und Kommunikation sowie die Bereitschaft, sich laufend an neue Systeme und Programme anzupassen.

Was bedeutet das für den Berufsalltag insgesamt?
Insgesamt kann man sagen: Handwerk bleibt Handwerk – aber der digitale Anteil rundherum ist deutlich größer geworden und gehört inzwischen fest zum Berufsalltag dazu.

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