Michael Schneider: Permanente Investitionen sind nötig

Michael Schneider ist Pressesprecher REMONDIS Assets & Services GmbH & Co. KG. Im Interview sprechen wir mit ihm über Digitalisierung sowie digitale Technologien.

Michael Schneider

Digitalisierung ist in aller Munde. Wie weit ist Ihr Unternehmen in diesem Transformationsprozess?

Michael Schneider: REMONDIS investiert in zunehmendem Maß in die Digitalisierung von Prozessen, vor allem im Bereich effizientere Logistik. Siehe auch:

https://www.remondis-aktuell.de/032020/aktuelles/ki-und-datenanalyse-treffen-auf-ressourcenschutz-und-recycling/

Welche Bedeutung hat die Digitalisierung für Sie bzw. Ihr Unternehmen, wenn es darum geht, mittels digitaler Technologien Arbeits- und Lebensverhältnisse angenehmer, effizienter und nachhaltiger zu gestalten?

Michael Schneider: Die Wasser- und Kreislaufwirtschaft ist vor allem und in erster Linie ein operatives Geschäft, bei dem im wahrsten Sinne des Wortes „Hand angelegt“ werden muss. Digitalisierungprozesse helfen da vor allem bei der technischen Optimierung von Anlagen und Sammelsystemen, sowie bei der Tourenoptimierung und im Vertriebsmanagement.

Beispiel:

https://www.remondis-aktuell.de/022018/aktuelles/smart-stuttgart-intelligente-glascontainer-kommen-buergern-und-umwelt-zugute/

Das bundesweite Ergebnis bei der Selbsteinschätzung zum Stand der Digitalisierung liegt durchschnittlich bei 3 – auf einer Skala von 1 (voll entwickelt) bis 6 (wenig entwickelt). Warum werden digitale Technologien noch so wenig eingesetzt?

Michael Schneider: Das hängt sicher von der jeweiligen Branche ab. (für uns siehe vorherige Frage) Nicht alle Branchen sind gleichermaßen geeignet für die Digitalisierung von Prozessen auf allen Ebenen. Gleichzeitig herrscht aus unserer Sicht in Deutschland eine gewisse Technophobie, wenn es um KI geht.

Sind Sie der Meinung, dass die Politik die Digitalisierung in Unternehmen fördern und finanziell unterstützen soll? Was sind Ihre Vorschläge?

Michael Schneider: Auf jeden Fall. Damit Deutschland nicht den Anschluss an den Weltmarkt verliert und seine führende Position in Produktion und Handel behaupten kann, sind permanente Investitionen in technische und administrative Modernisierung nötig. Der Gesetzgeber muss dafür den geeigneten Rahmen stecken und vor allem durch gezielte Förderprogramme begleiten.

Wie es so schön heißt: „Die Digitalisierung ist gekommen, um zu bleiben“ bedeutet, dass Unternehmer/innen über eine gewisse „Veränderungsresistenz“ nachdenken sollten, um der Digitalisierung den Boden zu ebnen. Fühlen Sie sich da auch angesprochen?

Michael Schneider: Die Digitalisierung ist wie jedes andere Werkzeug. Wenn es besser funktioniert, als das Alte, wird es sich ohnehin durchsetzen. Der Faustkeil ist auch dauerhaft von Messer und Axt abgelöst worden, das Pferd vom Automobil. Einmal etabliert, gibt es kein zurück.

Da die digitale Transformation die gesamte Wirtschaft vor unternehmerische Herausforderungen stellt, braucht es vielleicht einen Anreiz für Unternehmen, um im internationalen Vergleich schneller aufzuholen. Wie kann man das Tempo bei der Digitalisierung anziehen und die Kosten angemessen verteilen?

Michael Schneider: Das regelt am Ende der Markt. Wer konkurrenzfähig bleiben will, muss zwingend in Digitalisierung investieren.

Herr Schneider, vielen Dank für das Gespräch!

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