Falk Leibenzeder: Je höher der Renditewunsch, desto höher das Risiko

Falk Leibenzeder ist Inhaber Leibenzeder Finanzservice in Emmendingen. Mit ihm sprechen wir über Rendite und Risiko vor einer Kaufentscheidung, Anlagedauer sowie Volatilität.

Experten raten Anleger/innen immer, sich vor einer Kaufentscheidung Gedanken über Rendite und Risiko zu machen. Inwiefern besteht denn eigentlich eine Korrelation zwischen Risiko und Rendite?

Falk Leibenzeder

Falk Leibenzeder: Bevor es überhaupt zu einer Geldanlage kommt, ist die Ermittlung des Investorenprofils zwingend erforderlich. Die meisten Menschen möchten immer hohe Renditen, bei null Risiko. Das funktioniert so leider nicht. Grundlegend gilt, je höher der Renditewunsch, desto höher das Risiko. Mit Erfahrung und unter mithilfe von Analysetools lassen sich aber beispielsweise auch Anlagen finden, die ein ausgewogenes Risiko haben, und dennoch zweistellige Renditen pro Jahr liefern.

Wie setzt man als potenzieller Anleger Risiko und Rendite ins Verhältnis? Gibt es eine Leitlinie, um eine risikoadjustierte Rendite zu berechnen?

Falk Leibenzeder: Es gilt sich Gedanken zu machen über Anlagedauer und gewünschtes Risiko. Kann ich größere Rücksetzer verkraften, oder bin ich im Notfall auch kurzfristig auf das Geld angewiesen? Investiere ich in Aktien oder Fonds? Bei Aktien ist die Gefahr größer, eingesetztes Kapital zu verlieren. Fonds mit einer breiten Streuung minimieren dieses Risiko.

Ist die jährliche Volatilität immer eine ernstzunehmende und zuverlässige Leitziffer, um die Schwankungsbreite um den Mittelwert zu errechnen?

Falk Leibenzeder: Viele Anleger wissen überhaupt nicht, was mit Volatilität gemeint ist. Dabei ist die Volatilität ein durchaus wichtiger Entscheidungspunkt bei der Investition in Aktien oder Fonds. Üblicherweise wird die Volatilität auf ein Jahr berechnet, kann aber durch technische Analyse beliebig verändert werden. Durch komplizierte Rechenvorgänge kann somit jeder Zeitraum bewertet werden. Auch hier gilt, je höher die Volatilität, desto höher das Risiko und desto stärker müssen die Nerven des Anlegers sein.

Wie kann man also Risiken meiden, da wo sie vermeidbar sind, und woher weiß man, ob ein Risiko kontrollierbar ist?

Falk Leibenzeder: Risiken lassen sich mit einer klaren Strategie vermeiden. Wo will ich, wie lange, in was investieren? Durch eine breite Streuung lassen sich Risiken minimieren. Fonds sind sicherer als Einzelaktien. Abgesichert wird das eigene Vermögen durch physisches Edelmetall zu Hause.

Haben Sie in diesem Zusammenhang vielleicht noch Tipps für Anleger, die Sie uns mitteilen wollen oder mit denen Sie gute Erfahrungen gemacht haben?

Falk Leibenzeder: Nie alle Eier in einen Korb legen. In diesen Zeiten sind Edelmetalle gefragter als jemals zuvor. Daher empfehlen wir seit vielen Jahren einen Teil des Vermögens, ca. 10-15%, in Edelmetallen zu halten. Bevorzugt Gold und Silber. Bei Silber lässt sich durch ein Zollfreilager auch noch die Umsatzsteuer vermeiden und mehr Gold aus Silber generieren. Zur weiteren Sicherung und Renditesteigerung bevorzugen Beteiligungen und alternative Anlagemöglichkeiten.

Herr Leibenzeder, vielen Dank für das Gespräch!

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