Volker Wohlfarth: Crowdinvesting in Immobilien bietet gute Renditechancen

Volker Wohlfarth ist Geschäftsführer der Zinsbaustein.de. Mit ihm sprechen wir über Crowdinvesting, Investitionsmöglichkeiten sowie digitale Chancen.

Volker Wohlfarth

Crowdinvesting erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Volker Wohlfarth: Crowdinvesting demokratisiert eine Anlageform, die bisher vor allem für institutionelle Anleger zugänglich war und für die Kleinanlegern bisher oft das Know-How und das Kapital fehlte: Investitionen werden in Form von Darlehen oder Teilkreditforderungen für Projektentwicklungen von einer Plattform zur Verfügung gestellt. Ein Vorteil: Vergleichsweise hohe Renditen mit einem interessanten Chancen- und Risikoprofil, die klassische Anlagen nicht bieten können. Durch die Niedrigzinsphase und Strafzinsen hat sich das Interesse nach Investitionsmöglichkeiten von digital affinen Privatanlegern verstärkt und dafür gesorgt, dass über digitale Plattformen investiert wird. Dazu gehört auch Crowdinvesting.

Online-Anbieter sprechen zum Teil gezielt Kleininvestoren an. Sie werben mit geringen Mindestinvestitionssummen. Für wie attraktiv erachten Sie Crowdinvesting für Immobilien?

Volker Wohlfarth: Angesichts historisch niedriger Zinsen und eines weiterhin wachsenden Immobilienmarktes bietet Crowdinvesting in die Finanzierung von Immobilienprojekten eine attraktive Anlageform für Privatanleger, um sich mit kleinen Anlagebeträgen an der Entwicklung von Immobilienprojekten zu beteiligen und das Anlagerisiko zu streuen. Im Vergleich zu klassischen Bankprodukten sind sowohl ein mit über 5 Prozent deutlich höherer Zinssatz möglich. Der Aufwand für Anleger ist zudem gering: Für ein Immobilienprojekt ihrer Wahl können diese zwischen 500 Euro bis 25.000 Euro investieren. Zusätzlich bieten Plattformen inzwischen die Möglichkeit, online in Alternative Immobilienfonds mit längerer Laufzeit in Form einer unternehmerischen Beteiligung oder mit höheren Investitionssummen in Club Deals zu investieren.

Kann Crowdinvesting das halten, was oft versprochen wird: hohe Rendite bei geringem Risiko?

Volker Wohlfarth: Crowdinvesting in Immobilien bietet gute Renditechancen. Eine auskömmliche Rendite ohne Risiken gibt es jedoch im aktuellen Umfeld nicht. Wer in Crowdinvesting-Produkte investiert, sollte wissen, dass die Finanzierung für die Entwicklung und den Bau eines Immobilienprojektes über ein Mezzaninedarlehen geschieht, also über ein Nachrangdarlehen oder eine Teilkreditforderung. Hier besteht das Risiko, dass sich Forderungen im Rahmen einer Insolvenz schwer gestalten, da die nachrangigen Darlehen auch nur nachrangig bedient werden. Ein hoher Anspruch an Qualität der Projekte, an ihre Akteure und an ihre Ausarbeitung sowie eine hohe Transparenz und gute Erreichbarkeit für die Kunden, können dieses Risiko jedoch senken und das Vertrauen in die Plattform erhöhen. Außerdem haben Anleger:Innen durch die geringen Mindestanlagesummen die Möglichkeit, eine Risikostreuung Ihres Investments über verschiedene Projekte vorzunehmen. So konnten Anleger:Innen bei Plattformen mit tadelloser Leistungsbilanz attraktive Renditen in den letzten Jahren erzielen.

Welche Tipps können Sie interessierten Investoren geben?

Volker Wohlfarth: Schauen Sie sich die Anbieter und die Angebote von Crowdinvesting-Produkten im Detail an. Hierbei ist es wichtig zu verstehen, welche Qualitätsstandards bei der Auswahl der Bauprojekte angewendet werden. Bei zinsbaustein.de werden z.B. alle Projekte zur Qualitätssicherung einer umfassenden „Due Diligence“ unterzogen: Jedes Projekt durchläuft einen mehrstufigen Auswahlprozess, währenddessen der Bauträger und die Risiken des Projektes umfangreich analysiert werden. Die finale Entscheidung, ob ein Projektvorhaben für unsere Anleger:Innen verfügbar gemacht wird, trifft ein Komitee aus Immobilien-, Finanz-, und Rechtsexperten. Erst wenn dieses Expertenkomitee eine einstimmige Entscheidung getroffen hat, wird das Projekt durch zinsbaustein.de beworben und zum Investieren angeboten. Dabei werden die Chancen und Risiken transparent online dargestellt. Bei Rückfragen steht das kompetente und mehrfach ausgezeichnetes Kundenmanagement telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung. Viele Kunden bei zinsbaustein.de streuen zudem ihre Anlagebeträge über verschiedene Investments. Das ist aufgrund der niedrigen Anlagebeträge, die zwischen 500 und 25.000 Euro liegen, und des bequemen Online-Investments leicht möglich.  

Crowdinvesting ist ein neuer Markt, der durch digitale Möglichkeiten erschlossen wurde. Für wie wichtig stufen Sie die Digitalisierung für die Zukunft der Finanzbranche ein?

Volker Wohlfarth: Die Digitalisierung ist bereits weit fortgeschritten und hat durch Corona einen weiteren Schub erhalten. Anleger:Innen wollen bequem von zu Hause aus sich informieren und gegebenenfalls auch investieren. Wir sehen, dass inzwischen auch sehr vermögende ältere Kunden sich online anmelden, sich ggf. noch mal per Telefon informieren und dann komplett Online investieren und ihre Anlagen verwalten. Selbst Produkte wie der Publikums-AIF von Verifort Capital HC1 werden inzwischen vollständig digital gezeichnet.

Der Anteil an Selbstentscheider:innen, also Personen, die selbstständig recherchieren und Anlageentscheidungen treffen, wächst durch die Digitalisierung kontinuierlich weiter. Die Kunden verbringen zu den unterschiedlichen Themen immer mehr Zeit online. Das macht auch bei dem Thema Finanzen keinen Halt. Die Branche tut sich immer noch etwas schwer, hier schaffen oftmals neue innovative Anbieter neue Lösungen. Die Digitalisierung bringt viel Potenzial mit sich, den Finanzmarkt und seine Möglichkeiten weiteren Innovationen zu öffnen und Kunden dort Lösungen anzubieten, wo sie sich aufhalten, nämlich eben immer öfters im Internet.

Herr Wohlfarth, vielen Dank für das Gespräch!

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