Dipl.-Journ. Katja Gläß: Die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser steht im Fokus

Dipl.-Journ. Katja Gläß ist Leiterin Stabsstelle Unternehmenskommunikation Leipziger Wasserwerke und Pressesprecherin. Mit ihr sprechen wir über sinkende Grundwasserspiegel, mögliches Wasserproblem in Deutschland sowie Wasser als Lebensmittel Nummer 1.

Immer mehr Experten warnen vor sinkenden Grundwasserspiegeln. Stehen wir in Deutschland vor einem Wasserproblem?

Dipl.-Journ. Katja Gläß: Die Grundwasserdargebote sind regional sehr unterschiedlich, hier braucht es lokale/regionale Strategien, um dem auch vor dem Hintergrund klimatischer Entwicklungen zu begegnen. Für die Bürger steht die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser im Fokus. Hier sind gute Konzepte bei den Wasserversorgern gefragt. Grundsätzlich müssen wir stärker über den generellen Umgang mit Wasser nachdenken, insbesondere über die Rolle von Regen und dessen Speicherung, Verdunstung oder Versickerung für ein günstiges Stadtklima und die Bewirtschaftung von Flächen, Gärten usw.

Gefährden Pestizide im Grundwasser unsere Gesundheit?

Dipl.-Journ. Katja Gläß: Die Einträge in Böden sind regional sicher sehr unterschiedlich zu bewerten. In Leipzig betreiben wir im Rahmen unserer Trinkwassergewinnung einen sehr aufwändigen, vorsorgenden Schutz der Böden und Grundwasserressourcen durch Ökolandbau im Einzugsbereich unserer Wasserwerke. Das wirkt sich nachweislich vorteilhaft auf die Qualität unseres Grundwassers aus. 

Wasser ist essenziell zum Leben. Aber was ist Wasser aus finanzieller Sicht eigentlich wert?

Dipl.-Journ. Katja Gläß: Wasser ist das Lebensmittel Nummer 1. Vor dem Hintergrund der immensen technischen, qualitativen und auch behördlichen Anforderungen an die Förderung und Verteilung von Trinkwasser in die Haushalte erhält es der Nutzer für einen sehr günstigen Preis. In Leipzig kosten 5 Liter Trinkwasser gerade einmal einen Cent.

Weltweit steigen die Temperaturen. Wird die Welt zur Wüste?

Dipl.-Journ. Katja Gläß: Wasser „rotiert“ im Kreislauf und geht damit nicht verloren. Die Frage ist sicher, wo es vorhanden sei wird.

Es gibt ja auch technische Lösungen, Trinkwasser herzustellen. Ist die Entsalzung von Meerwasser eine Lösung?

Dipl.-Journ. Katja Gläß: Für uns in Leipzig eher nicht.

Frau Gläß, vielen Dank für das Gespräch!

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